Route 10 TecÚn - Colmenar Bajo durch die Schlucht Barranco de San Miguel

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Ausgangspunkt: Tecén

Endpunkt: Colmenar Bajo

Länge insgesamt: 4930 m

Gehezeit: 2 h.

Richtung der Route: E-W

Höhenunterschied netto: 253 m

Schwierigkeit: Low

 

 

 

 

 

Diese Route durchläuft die Bergschlucht San Miguel und ermöglicht die Verbindung mit zwei weiteren Routen, die vom Zentrum von Valsequillo ausgehen: die Route Nummer 6 Richtung Las Vegas und die die Nummer 5 Richtung Tenteniguada.

Es handelt sich um eine sehr einfache Route mit einem leichten, stetigen Anstieg, ideal für einen Familienspaziergang, jedoch kann sie ebenfalls – dank der Verbindungswege – in eine anspruchsvolle Tour umgestaltet werden.

Das besondere dieser Route ist ihr ethnographischerReichtum, der es ermöglicht, den Ursprung der Besiedlung der Region sowie die Schlüsselpunkte ihres jahrhundertelangen Fortbestandes zu verstehen.

Die Route beginnt im Ortsteil Tecén, an der östlichen Grenze der Gemeinde Valsequillo:P0 Start Tecén, den wir per Auto erreichen können. Dies ist die älteste der Siedlungen der Region. Hier wurden die altertümlichen Höhlen der Urbevölkerung nach der Eroberung durch die neuen Ansiedler umgestaltet – wie es auch gegenwärtig noch der Fall ist.

Der Pfad erstreckt sich parallel zum Flussbett der Bergschlucht über eine Schotterpiste, die – mit Ausnahme des letzten Abschnitts – mit dem Auto zurückgelegt werden kann.

Die endemische Pflanzenwelt – u. a. ist weißer Natternkopf(Echium decaisnei),  weißer Ginster(Retama raetam), Salbei(Salvia canariensis), Lavendel(Lavandula canariensis)undoleanderblättrige Kleinie(Senecio kleinia)weit verbreitet – konkurriert mit dem Überfluss der eingeführten Arten. Der starke Einfluss des Menschen auf die Natur hat zur Präsenz großer Eukalypten sowie zur Verbreitung von Feigenkakteen, Agaven und Halme geführt, die ursprünglich zur Eingrenzung von Koppeln und Parzellen genutzt wurden.

Nachdem wir circa 460 Meter zurückgelegt haben, erblicken wir auf unserer rechten Seite einen verlassenen Brunnen und auf der linken einen großen Teich. Die Wasserinfrastruktur, die die Entwicklung der Landwirtschaft ermöglicht, ist eines der Merkmaledieses Weges, das uns auf der gesamten Tour begleitet.

In dieser Gegend können oft grasende Schafe und Ziegen beobachtet werden.

Nach weiteren 160 Metern, erreichen wir den ersten Weg, der rechts zur Siedlung Cardón mit ihren Anbauterrassen führt, und nachdem wir den ersten Kilometer der Tour hinter uns gebracht haben, stoßen wir auf einen zweiten Weg in die gleiche Richtung::P1 El Cardón.

Wir passieren große Eukalypten, während die Bergschlucht breiter wird. Auf der linken Seite erblicken wir die weitläufigen Anbauten der Gewächshäuser von Hoya de Abajo, mit vereinzelten traditionellen Häusern, während auf der rechten Seite die Kante der Bergschlucht steiler wird.

Hinter der Kläranlage fällt die Bergschlucht auch auf der linken Seite steiler ab, und wird von der Verknüpfungmit der Bergschlucht Solajero oder Las Hoya unterbrochen, während links die Häuser des Ortsteil Los Llanetes mit ihren Anbauterrassen und einer Vielzahl von Höhlen, die sowohl als Wohnstätten als auch als Schuppen und Lagerplätze genutzt werden, zum Vorschein kommen.

Auf der Schattenseite des südlichen Hangs der Bergschlucht finden wir eine erfrischende Quelle nahe einer Taro-Pflanze vor.

Nach einer Strecke von circa 2,2 Km erreichen wir denP2 Los Llanetesrechts von der Kreuzung der Straße, die von diesem Ortsteil hinunterführt.

Von der anderen Seite, Richtung Süden, können wir mit einem Anstieg vonweniger als 700 Metern auf einen weiteren Feldweg abzweigen, der zum verlassenen Viertel Hoya Zurita führt. Hier stoßen wir auf einen typisch landwirtschaftlichen Kernpunkt, der in vergangenen Jahrhunderten über alles Überlebensnotwendige verfügte: Häuser, Backofen, Schuppen, Terrassenanbau, usw. Heutzutage sind die meisten dieser Bauten durch die Verbreitung von Feigenkakteen und Agaven nur schwer zu erreichen.

Zurück in der Bergschlucht San Miguel gelangen wir an den Verknüpfungspunkt mit der Bergschlucht Los Mocanes. Die beiden Bergschluchten grenzen die felsige Spitze, die unter dem Namen „Roque“ bekannt ist, ab.

An seiner östlichen Grenze erstreckt sich ein Grundstück, auf dem die restaurierte und in Privatbesitz befindliche Mühle Los Mocanes oder Los Granados gelegen ist.

Wir können uns auf dessen südliche Seite begeben, vorsichtig zwischen Höhlen und verlassenen Anbauterrassen hinaufsteigen, und – oben angekommen – den phantastischen Ausblick auf das gesamte Flussbett der Bergschlucht sowohl in östliche als auch in westliche Richtung genießen.

Die ganze Umgebung, die Wände des Roque und die des nördlichen Hanges der Bergschlucht sind von Höhlen der Ureinwohner durchlöchert. Einige der leicht zu erreichenden haben sich in moderne Wohneinheiten verwandelt, während andere über dem Abgrund hängen.

Bei der Fortsetzung unserer Route erblicken wir unter dem Roque als erstes einige Bienenstöcke, die uns die Bedeutsamkeit des Honigs in dieser Region zu prähispanischen Zeiten in Erinnerung rufen, und als zweites eine Viehzuchtfarm, die ebenfalls den Höhlen einen neuen Nutzen – als Unterstand für Tiere – gibt. Die Gestaltung der Bergschlucht ermöglicht den Obstanbau in unmittelbarer Nähe des Flussbettes.

Nach circa 3,3 Km, zwischen der letzten und größten Ansammlung von Eukalypten, verwandelt sich die Schotterpiste in einen Wanderweg , der zweimal Trockenmauern umranden muss, die das Flussbett der Bergschlucht – das immer enger wird – abschneiden. Hier stoßen wir auf die:P3 Route 6 Valsequillo-Las Vegas.

Diese Route führt am nördlichen Hang der Bergschlucht bis zu deren Flussbett hinunter und teilt sich den Weg mit der Route, die wir circa 500 Meter zwischen steilen Hängen weiterverfolgen. Somit erreichen wir den Punkt, an dem die Route 6 erneut rechts Richtung Valsequillo oder links Richtung Las Vegas ansteigt. Auf diese Weise können beide Routen kombiniert werden oder sogar  – für ganz Hartgesottene – mit der Route 9 Los Alfaques verbunden werden, welche zum Krater Los Marteles führt.

Wenn wir weiter am Flussbett der Bergschlucht entlanggehen, erblicken wir auf der rechten Seite die verlassene Mühle Los Vizcaínos.

Am nördlichen Hang der Bergschlucht zeichnen sich schon die Häuser des Zentrums von Valsequillo ab. Somit erreichen wir den:P4 Cuartel del Colmenar. Dieses Baudenkmal von großer Bedeutung , das in vergangenen Jahrhunderten als Rittelkaserne genutzt wurde und neben dem sich gegenwärtig eine Herberge befindet, markiert auch die Verbindung zu einer weiteren Route, die Nummer 5 Valsequillo-Tentiniguado. Diejenigen, die weiter am Flussbett der Bergschlucht hinaufsteigen und unter der historischen Brücke durchgehen möchten, können bis zum Ortsteil Tenteniguada wandern und sich den spektakulären Berggipfeln der Gemeinde und dessen zahlreichen Routen nähern.

Diejenigen, die die Innenstadt mit ihrer historischen Kirche San Miguel und ihres umfangreichen gastronomischen Angebots besichtigen möchten, können die letzten 230 Metern der Route 10 bis zum:P5 Ende, Valsequillohinaufsteigen.

 

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