Route 2 Krater Los Marteles ľ Las Vegas durch die Schlucht Los CernÝcalos

R2 CernÝcalos 21

Ausgangspunkt:
Krater Los Marteles Höhe: 1530 m
Ankunftspunkt
Las Vegas Höhe: 620 m
Länge insgesamt Total: 9470 m
Gehzeit: 4h. 30’
Richtung der Route: W-O
Hohenunterschied netto 910 m
Schwierigkeit: durchnittlich-hoch

 

 

 

 

 

Die Route verläuft durch das Spezielle Naturreservat Los Marteles. Der Krater Los Marteles oder die Geomorphologie der Schlucht Los Cernicalos sind einzigartig; in der Schlucht gibt es außerdem einen Fluss mit Wasserfällen, der das ganze Jahr über Wasser führt. Es ist daher kein Wunder, dass in dieser grünen Oase ein großer Artenreichtum an Pflanzen und Endemismus vorhanden ist.

Die Route beginnt an der Landstraße GC-130 am Punkt: P0 Anfang Krater Los Marteles. Vom Aussichtspunkt aus sehen wir in den Krater phreatomagmatischen Ursprungs, d.h. aus einer explosiven Mischung von Wasser und Magma, Von hier aus wandern wir über einen Waldweg in Richtung Osten in einen in diesem Feuchtgebiet wieder aufgeforsteten kanarischen Pinienwald (Pinus canariensis) auf phreatomagmatischen Ablagerungen der letzten Eruption.
Hinter dem Pinienwald kommen wir durch ein Gebiet mit Basalten aus der Quartärzeit mit Weiden und meistenteils verlassenen Äckern, wo jetzt Bergginster, Geißklee (Teline microphylla), Thymian (Micromeria benthamii) und die kleinen Drüsenfruchtsträucher (Adenocarpus foliolosus) vorherrschen.

510 Meter weiter kommen wir rechts der Piste an den Anfang des Wanderwegs. Wir nehmen ihn am Punkt: P1Wanderweg Schlucht Los Cernícalos in Richtung SW, wo man schon einen exklusiven Endemismus der Naturschutzgebiets, die Tenteniguada-Distel (Onopordum carduelinum) sieht.

Wir steigen über den linken Rand der Schlucht hinab und stoßen nach 33º Metern auf den Punkt: P2 Höhleshuppe, der uns daran erinnert, dass früher hier Landwirtschaft betrieben wurde. Der Abstieg verläuft am Flussbett entlang, der die Grenze zwischen den Gemeinden Valsequillo und Telde bildet.

Wir gehen an der rechten Seite der Schlucht entlang und kommen nach 820 Metern an einen Erdweg: P3 Piste bei Cueva Blanca. Dieser Teil des Weges verläuft durch ein als Cueva Blanca bekannte Gegend mit einem Mosaik aus kleinen Äckern mit verschiedenen Höhlen und Unterständen am linken Rand der Schlucht.
Die Vegetation dieser feuchten Höhenlage besteht hauptsächlich aus Ölbäumen Gran Canarias (Olea europea cerasiformis).
Die Schlucht verengt sich in „V”-Form; In den Vulkanspalten sind Mäander und Wasserfälle zu sehen.

Wir gehen durch dieses Feuchtgebiet weiter auf dem Erdweg rechts des Flussbettes der Schlucht weiter und kommen nach 1080 Metern auf einen Wanderweg. Diese Strecke beginnt am Punkt: P4 Weiden- und Ölbaumwald. Von hier aus sehen wir einen regelrechten Galeriewald aus kanarischen Weidenbäumen (Salix canariensis). Dank der permanenten Feuchtigkeit ist es die beste Weidenart auf Gran Canaria, An den Abhängen wachsen die Ölbäume und in ihrem Unterholz einzelne kleine Birnbäumen, ein kanarischer Endemismus (Maytenus canariensis) und die Winterkirsche (Withania aristata) die Aufmerksamkeit auf sich lenken. Die schönsten Bluten hat jedoch ein Strauch, der weiße Ginster (Retama rhodorhizoides), währen zwei kanarische Endemismus auftauchen: die Glockenblume (Canarina canariensis) und der Aronstab (Dracunculus canariensis).

Neben anderen Vogelarten ist der Falke hier reichlich vorhanden, nach dem die Schlucht benannt ist. Nach 340 m vom Punkt P4 durchqueren wir die Schlucht und halten uns auf der linken Seite. Hier wird wieder die Viehzucht durch die Höhleshuppen offensichtlich, die noch benutzt werden.
Am rechten Rand der Schlucht gehen wir weiter und überqueren sie zum letzten Mal; wir befinden uns jetzt 1260 Meter vom P4 und verlassen das Flussbett über den linken Rand am Punkt: P5 Ausgang aus der Schlucht.
Die Geologie des Gebiets setzt sich zusammen aus Phonolith-Haüyn-Lava, die mit einer Spalte des Roque Nublo kontrastiert; hier beginnen wir mit dem Aufstieg, während wir die Vegetation an den Felsen beobachten können. Hier finden wir z.B. einige Dickblattgewächse (Aeonium percarneum), das kreuzblättrige Johanniskraut (Hypericum reflexum), den Minutoli-Lavendel (Lavandula minutolii) und das Kanaren-Johanniskraut (Hypericum canariense); alle sind kanarischer Endemismus.

Am Punkt P6 Route der Galerie, etwa 400 m vom Punkt 5, stoßen wir rechts auf eine alternative Strecke, die uns zum Punkt P7 Galerie Los Guinderos führt.
Hier finden wir eine Galerie, die das Talbett der Schlucht mit Wasser versorgt; dieser Punkt befindet sich in 260 m Richtung SO. Nach der Rückkehr zum Punkt 6 geht die Route unter spektakulären Klippen weiter.

Wir gehen 900 m weiter in Richtung NO mit einer spektakulären Sicht der Schlucht bis hin zum Meer und kommen an dem Punkt P8 Waldweg an. Wir bleiben auf der Route durch die als Lomo de Castillo bekannte Gegend, wo wir die Felsspalten des Zyklus Roque Nublo sehen. Wir gehen weiter bis N-Hang des Lomo de Castillo, wo wir einen Blick auf die gesamte Gemeinde Valsequilla haben.
Hinab steigen wir über die Piste, die uns in eine Gegend mit Obstbäumen bringt und wo der Mandelbaum (Prunus amygdalus) zusammen mit bodenständigen Arten wie der sprossende Zwergginster (Chamaecytisus proliferus) zu sehen sind.
Wir kommen jetzt zu einer asphaltierten Piste, die uns zum Punkt P9 Hacienda de los Mocanes bringt. Diese Finka der Landgüter des Markgrafen del Buen Suceso existierte schon im Jahre 1851. Die Familie Martínez Montañez hatte hier ihre Wohnung mit Kapelle; heute ist sie in Valsequillo ein Ort von hohem historischem und ethnographischem Wert.
Von diesem Punkt ab gehen wir über die Asphaltstraße durch Los Mocanes, eine Agrarlandschaft mit Mandelbäumen und ethnographisch sehr wertvollen Bauten.

Am Punkt: P10 Ende, Las Vegas an der Hauptstraße GC-41 Telde-San Mateo kommen wir nach Las Vegas über dem Gesellschaftslokal des Ortsviertels. Dieses Viertel von Valsequillo eignet sich ideal um nach der Route mit dem ausgezeichneten traditionellen Essen wieder Kraft zu schöpfen.

 

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