Route 4 Presa de Cuevas Blancas - Rincón de Tenteniguada um den Roque Jincao. Routen des Blauen Natternkopfs

R4 Roque Jincao 18

Ausgangspunkt
Talsperre Cuevas Blancas Höhe: 1665 m
Ankunftspunkt:
Rincón de Tenteniguada. Höhe: 971 m
Länge insgesamt: 5150 m
Gehzeit: 2h. 30’
Richtung der Route: SW-NO
Höhenunterschiet netto: 694 m
Schwierigkeit: Durchschnittlich

 

 

 

 

 

Diese Route verläuft durch eine herrliche Landschaft des Speziellen Naturreservats Los Marteles und die umliegende geschützte Landschaft der Gipfel mit hohem ökologischem Wert.

Die Route beginnt in einem Feuchtgebiet an der Landstraße GC-130 Telde – Los Pechos am Punkt: P0 Anfang Talsperre Cuevas Blancas; die Route zur Talsperre verläuft über Phonolith -Haüyn-Laven. Auf ihnen wächst links von uns ein dichter, wieder aufgeforsteter Pinienwald, auf der rechten Seite können wir gute Beispiele der Hochgebirgsvegetation wie den auf der Insel endemischen Thymian (Micromeria benthami) und den Kanaren-Geißklee (Teline microphylla), zusammen mit anderen Pflanzenarten finden: die „Estornudera˝ (Andryala pinnatifida pinnatifida) oder den kleinblättrigen Drüsenfruchtstrauch (Adenocarpus foliolosus). Von den Vogelarten kann man den einfarbigen Mauersegler (Apus unicolor) relativ oft beobachten. Diese Strecke endet bei einigen kleinen Höhlen und einer ethnographisch wertvollen Behausung, wo wir über eine zementierte Straße zwischen Ackerland hinaufsteigen

Nach 970 Metern befinden wir uns am Fuß des Cruz del Saucillo, Punkt: P1 Cruz del Saucillo. Hier werden wir um den Berg herum bis zum Gipfel hinauf wandern, wo wir vom Cruz del Navegante einen außergewöhnlichen Rundblick genießen.
Zurück auf der Route führt uns ein Waldweg, umgeben von einem wieder aufgeforsteten Pinienwald ((Pinus canariensis), in dessen Unterholz die auf der Insel endemischen Farnkräuter (Dryopteris oligodonta) und andere Pflanzenarten wie der Riesenfenchel (Ferula linkii).wachsen, nach Montaña Gorda. Dieser Pinienwald ist ein hervorragender Lebensraum für Waldvögel wie den Buntspecht (Dendrocopos major thanneri) und den Buchfink (Fringilla coelebs canariensis), endemische Unterarten von Gran Canaria, die für diese Pinienwälder typisch sind.
Rechts von uns herrschen jetzt der Kanaren-Geißklee (Teline microphylla) und der kleinblättrige Drüsenfruchtstrauch (Adenocarpus foliosus), Endemismus der Kanaren vor; außerdem finden wir andere endemische Pflanzenarten wie das Gliedkraut (Sideritis dasygnaphala).

Kurz bevor wir den dichtesten Pinienwald verlassen, stoßen wir nach etwa 960 m auf einen Wanderweg, der zum Fuß des Roque Saucillo führt. Punkt: P2 Wanderweg zum Roque Saucillo.
Es handelt sich um einen bei der differenziellen Erosion entstandenen Felsmonolithen des Pliozäns, (Cruz del Saucillo und Roque Saucillo liegen fast einen km auseinander). Bevor wir die Route weiter verfolgen können wir nach etwa 190 m den Fuß des Roque erreichen.

Die Landschaften des Nordostens der Insel mit der an den Felsen wachsenden Flora umgeben uns und wir können zahlreiche Vögel beobachten. Wir gehen auf dem Route weiter, die jetzt den Pinienwald verlassen hat und kommen jetzt in ein Feuchtgebiet; dieser Abschnitt endet in einem Gebiet mit traditionellen Bauernhäusern, wo hauptsächlich Kirschbäume, Nussbäume und Kastanien angebaut werden;

Nach etwa 1030 m und vor dem Pass La Capellanía kommen wir zum Punkt: P3 Wanderweg nach Rincón. An einer Kastanie taucht ein stark abfallender Wanderweg auf, den wir vorbei an der dichten Hochgebirgsvegetation nehmen. Hinunter in Richtung des Barranco de Tenteniguada finden wir einen Teich-Höhle und können
eine geomorphologisch spektakuläre Landschaft mit Vulkanspalten des Zyklus Roque Nublo bewundern.
In diesem Feuchtgebiet finden wir andere endemische Pflanzenarten wie die blauen Natternköpfe (Echium callytirsum) und den Aronstab (Dracunculus canariensis).

Danach verläuft der Abstieg weiter durch einen offenen Pinienwald während wir Valsequillo zu unseren Füssen sehen. Nach etwa 780 Metern kommen wir an den Fuß des Roque Jincao, eine Laune der Natur, und wo wir einen spektakulären Rundblick haben. Punkt: P4 Roque Jincao. Von hier aus sehen wir den höher gelegenen Teil der Schlucht und den Kraterkessel Tenteniguada.
Der etwas rutschige Abstieg in Richtung NO führt uns durch ein Gebiet von hohem botanischem Wert. In diesem Feuchtgebiet ist ein kleines, maximal geschütztes Relikt des Lorbeerwaldes heimisch wie z.B. die „Bella de risco“ (Scrophularia callianta), kanarischer Endemismus, der Lorbeer (Laurus azorica), makaronesischer Endemismus, das kanarische Efeu (Hedera canariensis) und die auf den Kanaren endemische Strauchminze (Bystropogon canariensis) und die Kanaren-Glockenblume (Canarina canariensis).
Außerdem können wir den Majoran (Hipericum grandifolium) und seine verwandte Art die „Cruzadilla“ (Hipericum reflexum) finden. Auch gibt es hier sehr viele Vögel.

Der Abstieg endet ca. 200 Meter nach dem Punkt: P5: Wassergrube. Es handelt sich um einen Wassergrube, an dem der Frauenhaarfarn (Adiantum capillus-veneris) wächst. Wir gehen um ihn herum in Richtung Südwesten zum Barranco de Coruña. Hier sind reichlich Dickblattarten wie Aeonium percarneum und Aeonium undulatum. Je näher wir dem Talbett der Schlucht kommen umso mehr beherrschen die landwirtschaftlich genutzten Terrassen die Landschaft. Wir steigen weitere 660 m hinab bis auf einen Erdweg, den Punkt: P6 Ende des Wanderwegs nach Rincón de Tenteniguada.

Von hier ab gehen wir 550 Meter zuerst auf der Piste des Barranco de La Coruña weiter, wo sich die blauen Natternköpfe mit den Obstgärten abwechseln, verlassen die Schlucht in Richtung eines asphaltierten Abschnitts und kommen an Punkt: P 7 Ende Rincón de Tenteniguada.

 

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